Kunst und die Freude am Experimentieren

Gedanken und Gefühle können durch Kunst zum Ausdruck gebracht werden. Ich bin ein großer Kunstfreund. Und Kunst spielt bei uns im Klinikum Wahrendorff eine wichtige Rolle. Kunst kann wunderschön aussehen und Freude bereiten. Vor allem aber bietet sie einen unkomplizierten Einstieg, um miteinander ins Gespräch zu kommen und in den Köpfen der Menschen die Mauern rund um die Psychiatrie zu schleifen. Kunst ist bei uns aber auch Therapie. Patienten und Bewohner drücken sich zum Beispiel statt in Worten in fantasievollen Bildern aus.

Kürzlich hat das Regionalbüro für Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über 900 globale Publikationen analysiert, eine Vielzahl an Studien unterschiedlicher Methoden. Insgesamt zeigten die Ergebnisse, dass die Künste sowohl die geistige wie auch die körperliche Gesundheit beeinflussen können. So gibt es eine wachsende Literatur zu den präventiven Vorteilen des künstlerischen Engagements auf die psychische Gesundheit. Und Künste können Menschen mit psychischen Erkrankungen helfen. In der Analyse heißt es zusammenfassend: Aktivitäten wie Musik machen und Musik hören, tanzen, künstlerisch tätig sein und kulturelle Stätten besuchen stehen im Zusammenhang mit Stressbewältigung und -prävention, einschließlich geringerem biologischem Stress im täglichen Leben und geringerer täglicher Angst. Das Engagement der Künste kann auch dazu beitragen, das Risiko für psychische Erkrankungen wie Depressionen in der Jugend und im Alter zu verringern.

Durch die Teilnahme an künstlerischen Aktivitäten können Selbstwertgefühl, Selbstakzeptanz, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl aufgebaut werden, die alle zum Schutz vor psychischen Erkrankungen beitragen. In der Behandlung von Krankheiten wie Angstzuständen und Depressionen können kreative Tätigkeiten zu einem höheren Maß an Wohlbefinden, Sozialisierung und Widerstandsfähigkeit führen.

Konstruktive Ideen sind in der Kunst immer willkommen. Probieren Sie es aus!