Drogen: Mehr riskanter Mischkonsum

Am 26. Juni ist Internationaler Welt-Antidrogentag. In den letzten Jahren nimmt der riskante kombinierte Drogenkonsum zu und wird zunehmend vielfältiger. Und die Konsumenten wissen immer weniger, was sie genau geraucht, gespritzt, geschluckt oder durch die Nase gezogen haben. Synthetisch hergestellte Designer-Drogen, sogenannte Legal Highs, werden wahllos aus dem Internet bezogen. Angeblich reine Kräutermischungen, vorgebliche Badesalze enthalten hochwirksame Rauschgifte, die tödlich sein können.

Für die Mediziner ist dieser Mischkonsum von verschiedenen psychotropen Substanzen ein großes Problem. Diese können pflanzliche, synthetische oder halbsynthetische Stoffe sein, die über das Zentralnervensystem Einfluss auf die Psyche des Menschen nehmen. Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Handeln verändern sich. Zu diesen Substanzen zählt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht nur illegale Drogen wie Spice, Cristal Meth oder Ecstasy, sondern auch sogenannte „legale Stoffe“ wie Alkohol, Tabak und Koffein. Medikamente, wie zum Beispiel Beruhigungs- und Schlafmittel, sind von der WHO hier ebenfalls klassifiziert. Abhängigkeit von Medikamenten ist ein zunehmendes Problem. Kommt es zum Konsum von mindestens drei psychotropen Substanzen besteht eine Polytoxikomanie.

Sehr häufig kommt es zu einem Chaos-Konsum. Kokain und Alkohol, Ecstasy oder LSD führen zum Kontrollverlust bis hin zum Kollaps, der direkt auf die Intensivstation führt.

Heroin, Alkohol und Benzodiazepine und andere Substanzen verstärken gegenseitig und unberechenbar die einzelnen Wirkungen. Es besteht die Gefahr einer Überdosierung, Atemlähmung, eines Kreislaufversagens und Komas.