Corona-Abstand: Bewusster Medienkonsum

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie treten in weiten Teilen der Bevölkerung Krisen-, Stress- und Angstsituationen auf. Betroffene fühlen sich vielfach ausgeliefert, hilf- und machtlos. Viele Menschen berichten, dass sie an gar nichts anderes mehr denken können als an die Gefahr durch das Coronavirus. Das sei oftmals kaum auszuhalten. Aber wie kommt man von diesen Gedanken weg?

Sehr viele Menschen waren bereits vor der aktuellen Situation einer ständigen Reizüberflutung durch Informationen ausgesetzt. Diese wird nun durch das ständige sich Anschauen von Nachrichten-Updates und Social-Media-Feeds noch einmal verstärkt. Exzessiver Medienkonsum wirkt überflutend auf Gehirn und Seele und führt zu innerer Unruhe.

Ich kann nur dazu raten, zu einem bewussten Medienkonsum zu kommen. Nachrichtenpausen tun gut und helfen, sich auch auf andere Dinge zu konzentrieren und damit auch abzulenken. Das ist für das psychische Gleichgewicht sehr wichtig.

Stellen Sie sich eine kompakte Auswahl von relevanten und sachlichen Informationen zu definierten Uhrzeiten zusammen. So können Sie sich und Ihre Angehörigen auf den nötigen Sachstand bringen und haben den Kopf zwischendurch frei.

Versinken Sie nicht zu sehr in der möglichen Informationsflut. Auch hier gilt im übertragenen Sinn „Abstand halten“ ist gut für die seelische Gesundheit. Teilen Sie sich Zeiten ein und machen Sie das, was Ihnen guttut: lesen sie ein Buch, hören Sie Ihre Lieblingsmusik, spielen und kochen Sie in der Familie, bewegen sich, drinnen oder draußen oder schmieden Sie Pläne, was Sie nach der Pandemie gerne machen möchten.